FAQ ITER Vakuumventile

Was sind ITER-Vakuumventile für Anwendungen in der Kernfusion?

ITER Vakuumventile sind Isolations und Steuerungskomponenten für Ultrahochvakuum (UHV-)Umgebungen, die für den Einsatz in Fusionsenergiesystemen wie dem ITER Tokamak ausgelegt sind. Sie isolieren verschiedene Bereiche der ITER Vakuumsysteme, fungieren als erste Sicherheitsbarrieren bei aussergewöhnlichen Ereignissen und tragen zur Aufrechterhaltung des Ultrahochvakuums bei, das für einen stabilen Plasmabetrieb und den sicheren Einschluss von Tritium erforderlich ist.

Welche Arten von ITER-Vakuumventilen sind im ITER-Katalog von VAT enthalten?

Der ITER-Katalog von VAT umfasst ein standardisiertes Portfolio an Vakuumventillösungen, bestehend aus UHV-Schiebern und UHV-Eckventilen in verschiedenen Varianten. Das Angebot beinhaltet Ganzmetall-Vakuumventile und ausgewählte Ventile mit Elastomerdichtung. Diese sind mit spezifischen Anschlüssen, Flanschtypen und optionalen Lagemeldern erhältlich, um die Beschaffung zu vereinfachen und die Kompatibilität zwischen den verschiedenen Teilsystemen von ITER sicherzustellen.

Was ist der Unterschied zwischen Ganzmetall-Vakuumventilen und Vakuumventilen mit Elastomerdichtung?

Ganzmetall-Vakuumventile basieren auf Metall-auf-Metall-Dichtungstechnologien und enthalten keine Elastomerdichtungen auf der Vakuumseite. Dank dieser Bauform halten sie extremen Temperatur- und Strahlungsbedingungen stand, einschliesslich direktem Kontakt mit Tritium. Ventile mit Elastomerdichtung werden aufgrund der geringeren Beständigkeit von Elastomeren unter Strahlungsbedingungen nur in begrenzten, genau definierten Bereichen eingesetzt.

Was unterscheidet ITER-Schieber von ITER-Eckventilen?

ITER-Schieber haben einen durchgängigen Öffnungsdurchmesser und werden für die Isolation evakuierter Volumina in grossem Massstab verwendet, einschliesslich der Hauptbehälteranschlüsse und der Schnittstellen zu den Pumpsystemen. ITER-Eckventile leiten den Durchfluss um 90 Grad um und werden dort eingesetzt, wo Platzmangel, grössere Wandstärken oder Anforderungen an das Schutzgehäuse eine kompakte Bauform unter Beibehaltung der Vakuumintegrität erfordern.

Für welche Vakuumniveaus und Betriebsbedingungen sind ITER-Vakuumventile ausgelegt?

ITER-Vakuumventile sind für die Aufrechterhaltung des Ultrahochvakuums in Systemen ausgelegt, die in einem Bereich von etwa 10-8 bis 10-12 mbar arbeiten. Sie sind so konzipiert und getestet, dass sie extremen Temperaturen, Strahlung (Tritium), magnetischen Feldern und Belastungen (z. B. seismischen Ereignissen) standhalten. Besondere Merkmale der Bauform, z. B. zwei Gehäuseschalen, ein zweiter Schutzbalg, Vakuumanschlüsse für den Zwischenraum, aktive Kühlung, corrugated waveguides, Staub- und Partikelschutz, sowie eine spezielle nukleare Dokumentation und Qualifizierung gewährleisten die Einhaltung der höchsten Sicherheitsbestimmungen (PIC, SIC-1) und die Nucleare Sicherheit bei komplexen Betriebs- und Unfallszenarien.

Was ist der Unterschied zwischen massgeschneiderten VAT ITER-Vakuumventilen und Standard-Vakuumventilen?

VAT ITER-Vakuumventile sind massgeschneiderte, einzigartige Lösungen, die speziell für die Anforderungen der Fusion entwickelt, gefertigt und getestet wurden. Dazu gehören spezielle Bauformen wie das Absolutvalve, ein Ganzmetall-Pendelventil mit einem Öffnungsdurchmesser von 1,6 m (das ist Weltrekord), das ein unabhängiges Belüften und die Isolation der Volumina des Tokamaks und des Neutral-Beam-Systems ermöglicht. Der standardisierte ITER-Katalog unterstützt die langfristige Verfügbarkeit, das Ersatzteilmanagement und die zuverlässige Lieferung während der gesamten Lebensdauer der Kernfusionsanlage ITER.